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Die Rückkehr der Untertanen

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Nach Katherina Rutschky diene die schwarze Pädagogik der Rationalisierung von Sadismus und der Abwehr eigener Gefühle.

Sie bediene sich hierbei der Bedrohung, dem zufügen von Schmerz, der Überwachung und der Forderung nach bedienungslosen Gehorsam. (ist es ein Zufall dass wir all das in der neuen Sozialgesetzgebung wieder finden?)

Eine Logik deren verheerende Folgen heute von niemand mehr bestritten wird.

Aus gutem Grund ist diese demokratisch fragwürdige Erziehungsmethode seit nun über 50 Jahren im gesellschaftlichen uns staatlichem Bereich eigentlich nicht mehr mit der Norm des Demokratieverständnisses einer modernen Gesellschaft vereinbar.

( auch wenn das Gesetz zur körperlichen Züchtigung von Kindern noch bis Ende des 20. Jahrhunderts im deutschen Strafrecht bestand hatte)

Eigentlich, den das 21. Jahrhundert bringt kaum noch bestreitbar alten Herrschaftsanspruch zurück im neunen Gewand.

Mit dem Neo-liberalen Paradigma das Gewinnstreben als zentrales Motiv der Leitgedanke allen Handelns in der Gesellschaft sein müsse, wird die Arbeiterklasse als Kostenfaktor durch die stete Ausdünnung ihrer sozialen Sicherungssysteme zu einer immer konsequenteren Selbstausbeutung getrieben.

In der marktliberalen Gesellschaft wird diese ökonomisierung der Arbeit mit der Globalisierung des Marktes begründet und als perspektivisch verantwortungsvolles Handeln gerechtfertigt.

Diese marktkonforme Gesellschaft knüpft ihre Solidarität gewissermaßen an einen Mehrwert.

Wer mehr besitzt ist also „mehr wert“ als jemand der durch eine abhängige Beschäftigung nur zu einem Mehrwert beiträgt!

Da die Arbeiterklasse aber diesbezüglich auch schon als Kostenfaktor ausgemacht ist, wird nun sein Anspruch auf Solidarität eng an sein Leistungsvolumen gebunden.

In einer Zeit nun in der Arbeitsverhältnisse befristet und prekär sind und der Arbeitnehmer global verfügbar ist diktiert der Unternehmer im zunehmenden Maße die Arbeitsbedienungen.

Bedienungsloser Gehorsam wird immer häufiger ein  Einstellungskriterium.

Was aber bedeutet diese ökonomische Marktveränderung für unsere Gesellschaft?

Es scheint durchaus folgerichtig in dieser Logik das unattraktive Beschäftigungsformen mit zunehmend schlechterem Preisleistungsverhältnis einen verschärften sozialen Druck von unten benötigt ( Hartz Gesetze).

Der „hungrige“ Arbeiter soll sich hierbei stets der sozialen Bedrohung bewußt sein.

Das dieses zu einer Situation führt der die Arbeiterklasse in eine Lage bringt in der sie weder ausreichend Vorsorgen, noch der nachfolgenden Generation eine Perspektive durch eine gute Bildung bieten kann mag aus Sicht der Profitöre dieses Systems ein durchaus akzeptabler Nebeneffekt sein.

Das dieses System durch globalen Wettbewerb nach unten zunehmend häufiger zu einer räumlichen Flexibilität also einer Umlagerung des Faktors Arbeit in sklavenähnliche Arbeitskolonien  der dritten Welt und zu einer gefährlichen Unterwanderung der demokratischen Systeme führt wird hierbei billigend in Kauf genommen.

Mangelnde Einnahmen und eine zunehmende Erpressbarkeit der Staaten führen nun dazu das der Staat  durch die zunehmend häufiger geforderten Subvensionen an den Rand seiner Belastungsgrenze gerät und er erneut die sozialen Grundbedürfnisse neu definieren muß.

Nun rächt sich die Logik der Agenda die allein auf die Kraft des Marktes vertraut hat!

Eigentlich ist das Scheitern des politischen Systems in dieser Form  fast zwangsläufig, denn ein System das sich zu einem großen Teil immer noch über die Arbeiterklasse finanziert, diese aber systematisch in die Armut treibt muß in letzter Konsequenz zum Staatsbankrott führen.

Die Fakten sprechen hier eine eindeutige Sprache:

So ist es Erwiesen das..

· Es seit den 80ern einen engen Zusammenhang zwischen Armut und Klassenstruktur gibt

· Das drei Viertel der dauerhaft armen Personen der Arbeiterklasse angehören

· Das sich die Zahl in diesem Bereich in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt hat

· Das arme Männer fast 11 Jahre früher sterben als nicht Arme (bei Frauen ca. 8 Jahre)

Wie paradox müssen es da Betroffene finden das dass Sozial- und Rentensystem allein aus dem Faktor Arbeit finanziert wird.

Dieses Paradox um wird aber nun  in der neuen neoökonomischen Realität  dem Staat  zum Verhängnis in der er nun zunehmend gezwungen ist die Demokratie selbst unter finanzierungsvorbehalt zu stellen.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 07. Januar 2014 um 14:00 Uhr  

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